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Kantonschule Enge

Zürich

Kantonsschule Enge
Steinentischstrasse 10
8002 Zürich
Tel. 044 286 76 11
 

Arbeitswoche der Klasse W1a, Niederurnen (Glarus)

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6.-10. Juni 2011

„Die Industrialisierung im Glarnerland“

Am Montag 6. Juni Anreise mit dem Zug vom Zürcher Hauptbahnhof nach Niederurnen. Vom Bahnhof in Niederurnen waren es ca. 15 Minuten bis zur Talstation der Luftseilbahn, die ins Niederurnertäli hinaufführt. Unweit der Bergstation liegt das Sport- und Ferienheim Morgenholz, erbaut im Jahre 1895 von einem Basler Sportlehrer und Ziel unserer Reise. Seit der Erbauung wurden am Heim etliche Renovierungen vorgenommen. Die Sanitäranlagen sowie die Küche sind ziemlich modern. Der grösste Vorzug des Heims liegt aber ohne Zweifel in der Vielzahl an Freizeitaktivitäten, zu denen es einlädt. Die zwei Tischtennis-Tische, der Töggelikasten, der Fussballplatz sowie die äusserst moderne Turnhalle (samt Ausstattung) wurden von Beginn an (und während der ganzen Woche) rege genutzt.

Im Vorfeld des Lagers hatten wir vereinbart, dass wir während der Woche selbst kochen werden. So wurde nach dem Bezug der Zimmer das erste Kochteam bereits wieder ins Tal nach Niederurnen geschickt, um die Einkäufe fürs Nachtessen zu machen, während der Rest der Klasse einen ersten Theorieblock zum Thema „Industrialisierung im Glarnerland“ absolvierte. Das Nachtessen war ausgezeichnet. Dieses Urteil gilt auch für die Verpflegung während der ganzen Woche: An jedem Tag war ein anderes Team für das Essen verantwortlich und alle machten einen tollen Job.

Am Dienstag erfolgte die erste Exkursion. Im Sinne des Themas der Woche und in Zusammenhang mit dem ersten Theorieblock vom Montagabend besuchten wir die Weberei der Jenny Fabrics AG in Niederurnen. Nach der eindrücklichen Führung durch die Weberei machten wir noch einen Spaziergang durch das ganze Fabrikareal mit seinen typischen historischen Elementen: Fabriken, Verwaltungsgebäude, Fabrikantenvillen, Arbeiterhäuser, Kosthäuser, Fabrikweiher usw.

Am Mittwoch fuhren wir mit zwei Minibussen in den hintersten Teil des Glarner Grosstals – ins Tierfehd in Linthal. Dort besichtigten wir die Baustelle des Projekts „Linthal 2015“ der Glarner Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL). Die KLL ist ein Partnerunternehmen der Axpo. Im Projekt „Linthal 2015“ soll Wasser aus dem Stausee Limmern in den 630 Meter höher gelegenen Mutsee gepumpt werden um dieses bei Bedarf wieder zur Stromproduktion zu nutzen. Dazu muss ein gigantisches unterirdisches Pumpspeicherwerk angelegt werden. Die Besichtigung der Baustelle unter der leidenschaftlichen Führung von ehemaligen KLL Mitarbeitern, sowie die Informationsfilme zum Projekt machten grossen Eindruck auf uns.

Das Highlight der Woche war für den Donnerstag geplant: Eine Velotour von Linthal nach Ziegelbrücke entlang es Glarner Industriewegs. Leider wurden wir während der ersten Etappe – von Linthal nach Haslen – auf unseren Mietvelos verregnet. Als wir bei der Firma Daniel Jenny & Co in Haslen ankamen, waren wir durchnässt. Doch nach der Führung durch die Weberei sowie der Besichtigung einer historischen Dampfmaschine fühlten wir uns bereits wieder etwas besser. Die nächste (trockene) Etappe führte uns von Haslen nach Ennenda, wo Bekannte von Herrn Lang freundlicherweise eine Grillade für uns vorbereitet hatten. Nach der Mahlzeit ging es weiter nach Näfels, wo wir den Freulerpalast besichtigten. Hier war für uns besonders die Ausstellung zum Textildruck interessant, da sie einen direkten Zusammenhang zu den Theorieblöcken hatte. Von Näfels aus fuhren wir ohne weiteren Zwischenhalt nach Ziegelbrücke, wo wir die Mietvelos wieder abgeben konnten. Am Abend feierten wir die Geburtstage von Anna und Joelle.

Am letzten Tag des Lagers (Freitag) versuchten wir die ganze Woche zu resümieren und schlossen noch die letzten Theorieteile (Gruppenarbeiten) ab. Die Reinigung und die Abgabe des Hauses verliefen sehr speditiv. So konnten wir die Heimreise bereits eine Stunde früher als geplant antreten.