Woher wir kommen

Das Gebäude der Handelsschule
an der Rämstrasse bis 1959.
Die Kantonsschule Enge Zürich ist ein verhältnismässig junger Zweig der 1833 gegründeten Kantonsschule Zürich. 1904 erhielt sie ihre Selbständigkeit innerhalb der Kantonsschule als «Kantonale Handelsschule». Die grosse Mehrheit der Schüler erwarb nach vierjähriger Ausbildung ein eidgenössisch anerkanntes Handelsdiplom, eine kleine, aber wachsende Zahl nach fünfeinhalbjähriger Ausbildung eine kantonal anerkannte Handelsmatur.
Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Mittelschulen stark ausgebaut wurden, errichtete der Kanton Zürich 1956–1959 auf der linken Limmatseite eine neue Schulhausanlage unter mit der Bezeichnung «Kantonsschule Freudenberg» und verlegte die Handelsschule zusammen mit Teilen des Gymnasiums in das neue Areal.
Bis 1976 wurde die Schule nur von Knaben besucht. Dann führte die Übernahme der städtischen Töchterschule durch den Kanton zur Koedukation und zur Beschränkung des Einzugsgebiets auf den südwestlichen Kantonsteil. In diese Zeit fiel auch ein starkes Wachstum der Maturitätsabteilung, die eidgenössische Anerkennung als Maturitätsschule Typus E sowie die neue Bezeichnung als Wirtschaftsgymnasium.
Mit der Einführung des Neusprachlichen Gymnasiums Typus D wurde das Typenangebot erweitert. Alle Veränderungen zusammen gaben der Schule eine neue Prägung: einerseits als modernes Kurzgymnasium und traditionelle Handelsschule, andererseits als eine Mittelschule mit einem nahezu ausgeglichenen Verhältnis der Geschlechter. Diese Schule erhielt einen neuen Namen: sie heisst seit 1979 Kantonsschule Enge Zürich. Die zukunftsgerichtete Orientierung der Schule fand Ausdruck in der frühen Einführung eines Reformmodells mit Wahlsystem auf der Oberstufe aller Abteilungen.